Green Lifestyle

25 einfache Wege, wie du sofort nachhaltiger lebst

19. Oktober 2016

 

Nicht jeder von uns hat schon mal etwas von Zero Waste oder Fair Fashion gehört – und wenn wir mal ehrlich sind, sind das auch irgendwie Mode-Wörter und gerade auch ein kleines bisschen im Trend. Was ich gut finde! Versteht mich nicht falsch: jede Bemühung, den eigenen Alltag ein bisschen nachhaltiger und grüner zu gestalten, finde ich grundsätzlich absolut genial! Und wenn daraus ein Mainstream-Thema wird, ist es noch besser. Klar, es gibt dem Ganzen im ersten Augenblick eventuell einen faden Beigeschmack. Aber ein Trend bringt auch mit sich, dass er eben viele Leute erreicht. Und besser könnte das für unsere Umwelt doch nicht sein!

 

 

Aber manchmal ist man – und besonders die „grünen“ Blogger unter uns – so sehr in seinem „Zero-Waste-Nachhaltig-um-jeden-Preis“-Prozess drin, dass man vergisst: es gibt noch ganz viele Menschen da draußen, die erst am Anfang der Reise stehen. Und vielleicht gerade einmal den Gedanken gefasst haben: „Ich könnte ja mal etwas umweltbewusster leben.“

 

An diesem Punkt standen wir ja alle auch einmal. Und deswegen gibt es heute sozusagen die absolute Anfänger-Version: was kann ich tun, um nachhaltiger zu leben, wenn ich eigentlich keine Ahnung vom Thema habe? Eine ganze Menge sogar!

 

Deswegen gibt es jetzt eine Liste mit Dingen, die du sofort umstellen kannst und die garantiert dafür sorgen, dass du ein kleines bisschen was für unseren Planeten tust:

 

 

 

 

Verzichte ab und an auf Fleisch – vielleicht schaffst du es sogar, nur ein Mal in der Woche Fleisch zu essen!

 

Bevorzuge beim Kauf von Getränken Glasflaschen, idealerweise die Mehrweg-Version.

 

Versuche in Zukunft, deine eigenen Tüten zum Einkaufen mitzunehmen. Noch besser? Verzichte auf Plastiktüten und krame die Jutebeutel raus.

 

Du hast noch unglaublich viele Plastiktüten zuhause liegen? Gib ihnen noch eine Chance und nutze sie zB. als Müllbeutel, anstatt sie einfach wegzuschmeißen.

 

Auch wenn du Kosmetik-Artikel liebst und wöchentlich deinen Vorrat im Drogeriemarkt aufstockst: lege eine Pause ein und brauche erst einmal die Sachen auf, die du hast.

 

Und falls dir daran etwas nicht gefällt (falscher Duft etc.): verschenke es an Familie oder Freunde, bevor du es wegschmeißt!

 

Versuche, beim Lebensmitteleinkauf dein Obst und Gemüse vorzugsweise ohne Plastikverpackung zu kaufen. Hast du noch die kleinen Plastiktüten zuhause liegen? Dann nimm sie doch einfach ein zweites Mal mit zum Einkauf.

 

Erwäge, dir anstatt einer Kaffee-Kapselmaschine eine mit Filter oder gleich einen Vollautomat zuzulegen.

 

Übrigens: Kaffeesatz eignet sich super als Peeling oder Pflanzendünger 😉

 

Ein alter Tipp, bei dem die Mama schon immer geschimpft hat: dreh das Wasser ab, wenn du unter der Dusche stehst und dich einseifst.

 

Nutze alte Briefe und Dokumente, die du nicht mehr benötigst, als Notizzettel. Oder noch besser: versuche auf die digitale Version umzusteigen und installiere dir eine App, zum Beispiel Evernote.

 

Versuche, zukünftig auf die Online-Version von Tickets, Bahnfahrkarten, Bordkarten usw. umzusteigen. Das geht öfter, als man denkt!

 

 

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Nimm doch öfter einfach mal dein Essen selber mit – du sparst damit unglaublich viel Müll, wenn du dir nicht unterwegs noch etwas Verpacktes kaufen musst.

 

Und wo wir schon dabei sind: To-Go-Becher. Braucht niemand und schadet der Umwelt erheblich. Investiere doch einfach in einen schönen Kaffeebecher, den du täglich mitnehmen kannst.

 

Gewöhne dir an, immer einen Beutel dabeizuhaben – auch, wenn du shoppen gehst: ein Kleidungsstück darf tatsächlich auch in einer eigenen Tüte untergebracht werden 😉

 

Anstatt die Abholzung für Papier zu unterstützen: überlege, dir einen Ebook-Reader zuzulegen.

 

Aus ausrangierten Kleidungsstücken lassen sich wunderbar Lappen zum Putzen herstellen!

 

Und apropos Putzen: Essigreiniger und Wasser genügt in den meisten Fällen vollkommen und macht alles schön sauber. Und natürlich ist es zudem auch noch! Deinen Vorrat an Putzmitteln kannst du aufbrauchen – und dann einfach umsteigen. Es geht auch ohne 100 verschiedene Putzmittelchen für den Haushalt.

 

Sechs kleine Worte am Briefkasten: „Bitte keine Werbung und kostenlose Zeitung.“ Du willst die Angebote der Supermärkte scannen? Das geht mittlerweile auch online total unkompliziert!

 

Schaue ganz schnell nach, ob es einen Unverpackt-Laden bei dir in der Nähe gibt, zum Beispiel hier! Und unterstütze ihn, indem du ihm ab und an mal einen Besuch abstattest 🙂

 

Kaufe keine Einwegrasierer mehr und setze auf eine langfristige Alternative (zum Beispiel ein Rasierhobel).

 

Verbanne die Wattepads – die braucht wirklich niemand. Stattdessen sind auch kleine Handtücher oder Microfaser-Tücher fürs Abschminken super geeignet.

 

Es gibt biologisch abbaubare Schwämme, die du zum Abspülen nutzen kannst – sogar in jeder Drogerie zu kaufen!

 

Denke darüber nach, Zeitschriften-Abos zu canceln. Spart Geld und muss in der heutigen Zeit eigentlich nicht mehr sein.

 

Versuche, wieder häufiger auf örtliche Händler zurückzugreifen – Amazon muss nicht immer sein. Vieles gibt es in der näheren Umgebung genauso, und Kontakt zur Außenwelt noch gratis dazu 😉

 

Und ein letzter Tipp: lege dir ein Zero Waste Buch zu, entweder von Shia oder von Bea Johnson! Beide kann ich wärmstens empfehlen – übrigens habe ich sie auch im ebook-Format gekauft 🙂

Hast du noch weitere Tipps zum Thema Zero Waste für Anfänger?

Alles Liebe,

Anni

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10 Comments

  • Reply Elisabeth 19. Oktober 2016 at 11:48

    Liebe Anni,
    Tolle Tipps sind da dabei! Ich bin auch noch ziemlich am Anfang der Müllvermeidung und du hast total recht, man vergisst angesichts der Enormität dieser Aufgabe oft, dass Fortschritt aus kleinen Schritten besteht, die eben einer nach dem anderen gesetzt werden.
    Dass es in der Drogerie biologisch abbaubare Putz-Schwämme gibt, wusste ich zum Beispiel gar nicht!
    Liebe Grüße,
    Elisabeth

    • Reply Annie 20. Oktober 2016 at 08:55

      Hallo liebe Elisabeth,
      danke dir! Ja, würde man dieses Mammut-Projekt gleich ganz und gar umsetzen wollen, würde man sicher schnell an Motivation verlieren und alles hinschmeißen… 😉 Deswegen plädiere ich auch grundsätzlich dafür, alles im eigenen Tempo anzugehen und zu sehen, was man nach und nach verändern kann. Umso mehr freut man sich dann über die Fortschritte! 🙂 Es freut mich auf jeden Fall sehr, dass ich dir einen Denkanstoß geben konnte! LG an dich. Anni 🙂

  • Reply *thea 19. Oktober 2016 at 15:33

    Liebe Anni, ich finde nicht, dass es einen faden Beigeschmack hat, dass es irgendwie auf Blogs gerade ein Trendthema ist. Ich hoffe dann auf eine moderne umweltfreundichere Welt – klar, falls es ein kurzlebiger Trend wäre, wäre es alles andere als nachhaltig. Bei vielen Dingen bin ich schon dabei- und nehme auch waschbare Pads zum Reinigen des Gesichtes. Bei Nagellack habe ich noch nix gefunden – der ist halt nicht auswaschbar. Ich habe jetzt eines meiner Pads zum Nagellackpad auserkoren, das ich immer dazu benutze und halt in Kauf nehme, dass es bunte Flecken hat, die nicht mehr rausgehen. Liebe Grüße *thea

    • Reply *thea 19. Oktober 2016 at 15:34

      Sorry – das hats verschluckt – hast du da einen anderen Tipp? Wie machst du es bei Nagellack?

      • Reply Annie 20. Oktober 2016 at 08:58

        Liebe Thea! Danke für deine lieben Worte 🙂 Bei Nagellack muss ich vorab sagen, dass ich so kurze Nägel habe, dass ich selten welchen trage und zukünftig auch ohnehin nicht mehr so oft Nagellack tragen möchte… was den Nagellackentferner angeht, habe ich bisher noch keine Alternative gefunden. Um den Nagellack aber wieder zu entfernen, eignen sich klein geschnittene, ausrangierte Geschirrtücher bestimmt aber total gut! Die können ja dreckig werden und haben so nochmal die Chance, genutzt zu werden 🙂 Ich hab auch schon Klopapier genutzt, das fand ich aber nicht wirklich effektiv – ich würde das daher mal mit alten Geschirrtüchern versuchen! Ich schick dir ganz liebe Grüße! Anni 🙂

        • Reply *thea 20. Oktober 2016 at 09:36

          Stimmt, auf die Geschirrtücher bin ich noch gar nicht gekommen – manchmal hat man echt ein Brett vorm Kopf! Danke für den Tipp – meine Abschminkpads sind mir eigentlich nämlich zu schade 😉 Danke auch für deinen netten Kommentar auf meinem Blog – freut mich, dass die Kichererbsenidee dir gefällt. Bei deinem Kommentar-Profil ist glaube ich noch dein alter Blog verlinkt -wollte dir nur Bescheid geben. Lg und einen schönen Tag!

  • Reply Ilse 21. Oktober 2016 at 19:15

    Meine liebe Anny,
    da sind wirklich ein paar schöne Tipps dabei. Als Buchhändlerin macht es mich aber schon traurig, wie Du mit einem Federstrich einer ganzen Branche und speziell mir den Boden unter den Füßen wegziehst. Und wie könnte man in einer Welt leben, in der es keine Wörter mehr auf Papier gibt.
    Liebe Grüße!
    Ich les´jetzt weiter in meinem analogen Buch 🙂
    Ilse

    PS: Und amazon muss nun wirklich niemals sein.

    • Reply Annie 24. Oktober 2016 at 09:31

      Liebe Ilse,
      danke Dir für deine lieben, aber auch kritischen Worte! Da gerade den oft mit Herzblut arbeitenden Buchhändlern auf die Füße zu treten, war wirklich nicht meine Absicht! Ich bin, ebenso wie Du, auch ein Fan des Gefühls, ein „echtes“ Buch in den Händen zu halten. Schade finde ich es aber manchmal wirklich, wenn Bücher wie Einwegware behandelt werden und dann (möglicherweise sogar ungelesen) im Regal ihr Dasein fristen. Geht man da mit einer Wertschätzung und einer Emotionalität ran und erfreut sich lange an seinen Büchern, ist das für mich eine ganz andere Geschichte und muss definitiv nicht wegrationalisiert werden 🙂 Und es gibt ja auch mittlerweile tolle Methoden, Bücher so umweltschonend wie möglich herzustellen, das ist doch dann ein toller Kompromiss! Ich danke Dir wie gesagt aber sehr für Deinen Einwand und Deine lieben Worte und freu mich, wenn Du ab und an mal wieder vorbeischaust! Eventuell sehen wir uns irgendwann ja auch mal im analogen Leben 😉 Ganz ganz liebe Grüße! Anni

  • Reply Jenni 23. Oktober 2016 at 20:11

    Liebe Annie!

    Eine tolle Liste mit vielen wertvollen Tipps hast du hier zusammengestellt, die ich eigentlich alle so unterschreiben kann. So viele kleine Dinge können in ihrer gesamten Wirkung schon so Einiges verändern!
    Auch wenn man noch nicht alles zu 100% umsetzen kann, ist jeder Schritt einer in die richtige Richtung – ich persönlich tue mich beispielsweise noch schwer mit dem Umstieg auf digitale Bücher, weil ich das analoge so gerne habe (und fest an die Auge-Hand-Verbindung im Gehirn glaube, obwohl ich da nicht auf dem aktuellen Stand der Forschung bin) – und ich glaube, es ist wenig dagegen einzuwenden, gebrauchte Bücher zu kaufen oder generell darauf zu achten, auf welchem Papier die Bücher überhaupt gedruckt wurden bzw. Buchhändler und -produzenten auf nachhaltige Produktionsbedingungen aufmerksam zu machen. Denn auch hier ist wieder die Frage, was im Endeffekt nachhaltiger ist: Kaufe ich mir einen Kindle, der auch irgendwie hergestellt werden muss, Strom frisst und irgendwann ersetzt wird (Elektroschrott)? Oder ab und zu ein neues Buch? Oder leihe mir eines aus der Bücherei aus? Ich habe mal ein Gespräch mit den Angestellten in einer örtlichen Buchhandlung gehabt und sie genau zu dem Thema gelöchert – erschreckenderweise konnte mir keiner etwas dazu sagen, geschweige denn meine Fragen beantworten. Ich hoffe, dass sich da in Zukunft noch Einiges ändern wird – die Branche ist eine unglaublich wichtige, was den Ressourcenverbrauch anbelangt…

    Liebe Grüße und danke dir für die wertvollen Anregungen!
    Jenni

    • Reply Annie 24. Oktober 2016 at 09:24

      Hallo liebe Jenni 🙂
      Du hast natürlich absolut recht. Diese Bücher-Problematik kann ich absolut nachvollziehen bzw. kenne sie auch, weil ich ebenfalls gerne lese und auch das „Buch in den Händen halten“-Gefühl sehr mag. Trotzdem glaube ich, dass es sehr viele gibt, die ihre Bücher nur als Staubfänger im Regal stehen haben und dann vielleicht sogar irgendwann einfach wegschmeißen. Das finde ich sehr schade und denke persönlich, dass dann der Kindle doch die bessere Alternative ist! Aber wie so oft muss man da die für sich beste Lösung finden: vielleicht behält man die Bücher, die man sehr liebt und an denen man sehr hängt, in analoger Form und unterstützt bei Herzensbüchern die Buchhändler? Alles andere, was darüber hinausgeht, wird dann digital verschlungen? 😉 Nur so als Anreiz. Gerade bei Büchern ist es aber eine schwierige, weil persönliche und emotionale Geschichte – du hast aber auch einen guten Punkt mit dem Gebraucht-Kaufen von Büchern angesprochen (um ehrlich zu sein, sind mir bei dem Artikel auch noch so viele Verzweigungen eingefallen, aber das hätte den Rahmen gesprungen, weil dies ja nur Starter-Tipss sein sollen :D). Das Buch von Shia ist ja beispielsweise auch so umweltschonend wie möglich hergestellt worden. Es geht also irgendwie doch 🙂
      Ich schick dir auch ganz liebe Grüße und lieben Dank nochmal für deinen Kommentar 🙂

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