Persönliches

Unser Hochzeitstag – Ein Rückblick.

17. September 2016

 

Mittlerweile sind wir schon drei ganze Monate verheiratet! Dabei kommt es mir gar nicht so vor… während direkt nach der Hochzeit die Gefühle immer noch total durchgingen, hat sich das nun wieder etwas gelegt und der Alltag ist eingekehrt. Es wäre sicher anders gewesen, wenn wir im Anschluss an die Hochzeit direkt in die Flitterwochen gestartet wären – das holen wir aber MORGEN nach und ich erhoffe mir, dass wir auch da noch/wieder in „Flitterwochen-Stimmung“ sein werden 😉

Bis dahin erfreue ich mich aber einfach an der Erinnerung an diesen wirklich PERFEKTEN Tag. Das schreibe ich ganz bewusst so, denn es gibt nichts, was ich anders gemacht hätte bzw. was ich im Nachhinein ändern wollen würde. Der Tag war einfach großartig, vollkommen überwältigend und so voller Liebe und Freude… ich fühle gleich wieder alles, wenn ich nur daran denke!

Am liebsten würde ich noch einmal heiraten, natürlich den gleichen Mann 😉

Deswegen hier ein Rückblick unseres wahnsinnig schönen Tages.

 

Noch eine kurze Anmerkung: Ich weiß, dass dieses Thema – Hochzeit – nicht wirklich zu den anderen Themen auf dem Blog passt und deswegen den ein oder anderen von euch nicht besonders interessieren mag. Das macht auch gar nichts. Warum ich ihn trotzdem hochladen? Er schlummert seit Ewigkeiten auf meiner Festplatte und morgen geht es ab in unsere verdienten Flitterwochen – insofern gibt es für mich nochmal ein bisschen Nostalgie 😉 Falls das Thema nicht euer Ding ist: no bad feelings. Das ist ohnehin eher eine Ausnahme 😉

 

 

06:30

 

Der Wecker klingelt. Ich bin eh schon wach, weil ich die ganze Nacht nicht geschlafen habe – neben mir liegen meine (tolle) Trauzeugin und meine (natürlich auch tolle) Tochter, die beide noch selig schlafen. Die Frisörin kommt an und während meine Trauzeugin mich mit Essen und Kaffee versorgt, wird meine Kleine zum Papa gebracht, um dort noch ein bisschen zu entspannen – ich werde währenddessen aufgehübscht. Und bin ganz restlos begeistert – sie leistet wirklich ganze Arbeit und ich kann gar nicht glauben, wie schön ich bin. Mit zwei lieben Helferleins schlüpfe ich auch in mein Brautkleid, und das ist das erste Mal (aber bei weitem nicht das Letzte!), dass an diesem Tag die Tränen fließen.

 

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10:00

 

In voller Montur warte ich nun auf meinen Zukünftigen – und die Nerven gehen durch. Ich war ein nervliches Wrack, unglaublich nervös, voller Spannung und Vorfreude – wie wird er aussehen? Wie wird er auf mich reagieren? Ein irres Gefühl.

Unsere erste Begegnung wird auf einer Videokamera aufgenommen, und ansonsten sind wir ganz für uns – und das ist genau richtig so. Er betritt das Hotelzimmer, und für einen Moment steht die Zeit ein bisschen still. Wir beide müssen ein paar Tränen verdrücken, und als dann noch meine Mutter kommt und mich „übergibt“, ist es komplett vorbei und ich bin froh, dass es wasserfestes Make-Up gibt 😉

 

 

 

11:30

 

Wir machen noch eine Tour durch die Stadt, nicht, weil wir es so schön finden, sondern weil mein Mann doch tatsächlich die Ringe bei seinen Eltern vergessen hat – der Klassiker 😉 Ich bin seltsamerweise ganz ruhig und entspannt! Wird schon alles schief gehen. Der Weg hoch zur Burg (die Wartburg in Eisenach) und die Einweisung von der Standesbeamtin, während alle im Trauzimmer auf uns warten, fliegt an mir vorbei. Was für ein Glück: ausgerechnet die Standesbeamtin, bei der wir die Ehe angemeldet haben und die uns gleich sympathisch war, hält die Trauung – und sie ist zufälligerweise nur für eine kranke Kollegin eingesprungen. Es gibt diese Zufälle, die gibt es gar nicht… Sie gibt uns noch ein paar letzte Instruktionen, die ich aber sofort wieder vergessen habe – ich bin schrecklich aufgeregt und nervös.

 

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12:00

 

Wir halten kurz vor dem Raum, in dem unsere engsten Lieben auf uns warten und uns endlich sehen wollen. Mein Mann sieht mich an, wir atmen beide noch einmal tief durch und sagen uns „Wir schaffen das!“

In dem Moment, in dem wir den Raum betreten, lassen wir aber alle Anspannung los und genießen einfach nur – so viele weinen vor Freude und wir auch! Was für ein schönes Gefühl, dass sie alle für uns hier sind; um uns an diesem wichtigen Tag zu begleiten. Die Trauung ist – obwohl standesamtlich – unglaublich emotional und ergreifend – es hätte nicht schöner sein können. Auch, dass unsere kleine Tochter die Ringe bringt, ist nochmal ein absolutes Highlight. Das Ja-Wort fühlt sich schön und befreiend an – der „Teil“ ist geschafft und ich merke, wie erleichtert ich bin: wir sind endlich verheiratet!

Vor dem Ausgang werden wir empfangen und die ganzen strahlenden Gesichter zu sehen, macht mich nach wie vor unglaublich dankbar und glücklich.

 

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14:30

 

Kurze Pause für die Gäste, dafür keine Pause für uns! Wir nutzen die Zeit des Sektempfangs, um unser Fotoshooting zu machen – mit unserer wirklich genialen Fotografin, die alles so entspannt mit Humor genommen hat und super locker war… ein absoluter Glücksgriff!

Weiter geht’s im Takt – es kommt jetzt der Rest der Gäste an und wir sind insgesamt 90 Personen. Zuerst gibt es Sekt und eine Ansprache von uns – bei der ich von meinen Emotionen überwältigt werde und trotz vorbereiteter Rede einfach drauf los spreche – dafür kommt es von Herzen 😉 Beim Kaffee und Kuchen und der Hochzeitstorte können wir dann einmal kurz verschnaufen und genießen.

 

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16:00

 

Wir lassen Luftballons steigen, es werden ein Haufen an Fotos gemacht, in allen möglichen Konstellationen – auch hier nochmal ein riesiges Lob an unsere Fotografin! Die restliche Zeit vergeht mit Geschenken, Glückwünschen, Unterhaltungen und Sonnengenuss wie im Flug. Dann gibt es das leckere Abendessen – mein Liebster hat fast nix gegessen, ich dafür umso mehr 😉 Zumindest wollte ich alles probieren und war (wie zum Glück auch unsere Gäste) total begeistert vom Essen.

 

 

 

21:00

 

Wir läuten die Party ein – mit unserem Hochzeitstanz. Erst ein Walzer, der absolut glatt läuft und neidlose Anerkennung findet (denn mein Mann ist im Gegensatz zu mir überhaupt kein Paartänzer). Anschließend unser Lied – und wir vergessen die Welt um uns herum komplett und sind einfach nur bei uns, für uns. Eigentlich das erste Mal an diesem Tag, an dem wir so innig beieinander sein können. Bei mir brechen dann alle Dämme: das Lied, dieser wunderschöne Tag, die Tatsache, dass er jetzt mein Mann ist – all das fügt sich zusammen und gipfelt in einem völlig emotionalen Ausbruch. Aber einem schönen 😉 Wir atmen kurz durch, während das Lied ausklingt, und sagen dann: „Jetzt tanzen wir!“ Und genau das tun wir! Bis spät in die Nacht und mit unseren ganzen lieben Freunden und unserer Familie.

 

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Unsere kleine Maus hat an diesem Tag – unter diesen sehr aufregenden Umständen – prima mitgemacht, und die Oma hat sich absolut großartig um sie gekümmert. So hatten wir den Rücken frei und konnten diesen Tag komplett genießen, was wirklich toll war. Natürlich war sie überall dabei, aber abends ist sie dann doch ganz kaputt ins Bett gefallen und hat bis morgens geschlafen 😉

Die Bilder geben zwar viel, aber auch nicht alles wieder.. alle Momente habe ich aber in meinem Herzen gespeichert. Wir haben so ein Glück, dass eine Freundin auch viele Videoaufnahmen gemacht hat – so können wir es immer und immer wieder erleben.

Insgesamt war der Tag wirklich auf ganzer Linie emotional, überwältigend, atemberaubend und vor allem: eigentlich nicht in Worte zu fassen!

Und er ist zurecht einer der schönsten Tage in meinem Leben geworden…

 

Jetzt geht es für uns erst einmal ab in den Flieger – in unsere kleinen/großen Flitterwochen. Wegen unserer kleinen Maus machen wir einen „abgespeckten“ Urlaub auf Kreta (eigentlich wäre es Mauritius geworden), aber ich freu mich riesig! Auf Instagram und Facebook gibt’s ab und an auch mal ein paar Updates. Und wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann hier noch unsere Einladungskarten begutachten.

 

Wir sehen/lesen uns nächste Woche wieder 😉

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1 Comment

  • Reply Else 13. Januar 2017 at 14:26

    Ein wunderschöner Bericht dieses besondern Tages! (Da bekommt man beinahe selbst Lust zu heiraten.=)

    Da ich es leider nicht geschafft habe, in euer Gästebuch zu schreiben, will ich hier besser spät als nie ein paar Eindrücke von eurer Hochzeitsfeier mit euch teilen.
    Auch wenn ich es erst etwas später zu euch geschafft habe, kann ich sagen, dass es eine rundherum gelungene Feier war – voller rührender Momente und ausgelassener Freude.

    Unser Aufbruch in Erfurt lief, wie du weißt, nicht wie geplant und sehr chaotisch. So waren wir bei unserer Ankunft sehr froh, euch zu sehen und mit euch feiern zu können, aber gleichzeitig noch ziemlich konfus, weshalb wir uns so spontan leider bei all den Gruppenfotos nicht vor die Linse getraut haben. Doch als ich dann allmählich auch innerlich völlig ankam, konnte ich euren großen Tag richtig genießen und mich von Herzen für euch freuen.

    Das war im Kontext meiner Depression etwas ganz Besonderes für mich. Ich konnte tatsächlich von allem Negativen abschalten. Über das vegane Menü habe ich mich riesig gefreut! Von der Zucchini-Kokos-Suppe habe ich noch mehrere Tage geschwärmt. =)
    Euer Hochzeitstanz war auch für mich als Zuschauer ein rührender Moment. Man hat euch euer Glück mehr als nur angesehen. Man konnte es im ganzen Raum spüren. Und nach diesen ruhigen Minuten, folgte gleich ein weiteres Highlight des Abends. Als Taylor alle Willigen auf die Tanzfläche zog, konnte ich zum ersten mal seit Längerem so richtig ausgelassen sein.
    Und das ohne viel Alkohol im Blut!

    Ich habe mich von Herzen darüber gefreut, dass ihr beide euch gefunden habt und tue es natürlich heute noch.

    Lieben Gruß! =)

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