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5 Dokumentationen zum Thema Nachhaltigkeit, die du gesehen haben solltest

11. September 2016

Bei dem Prozess, einen kleineren ökologischen Fußabdruck anzustreben, gibt es für mich insbesondere ein Mittel, um langfristige Veränderungen auch wirklich im eigenen Alltag durchzusetzen: Schock. Ich gehörte ja lange auch zu dem ganz „klassischen“ Typ Menschen, der nicht hinterfragte, was er kaufte, aus was das Teil bestand und wo es eigentlich herkam. Nur Berichte zu lesen, hätte mich vielleicht zum Umdenken motiviert, aber vermutlich nicht zu einer größeren Veränderung geführt.

 

Mein Mittel der Wahl waren und sind dabei Dokumentationen. Alle hier genannten habe ich gesehen und jedes Mal war ich zutiefst berührt, geschockt, fassungslos und vor allem: beschämt. Ich schämte mich für mein bisheriges Konsumverhalten, meine Unwissenheit und mein Nicht-Weiter-Denken und dafür, dass genau meine Ignoranz dafür sorgte, dass wegen mir Lebewesen leiden müssen.

Nichts hat mich dabei so beeinflusst wie diese Dokumentationen. Und letztendlich waren sie es, die den Ausschlag für mich gaben, mein Leben in dieser Hinsicht grundlegend zu ändern.

 

Ich möchte euch deshalb heute fünf Dokumentationen zum Thema Nachhaltigkeit zeigen, die allesamt großartig sind und definitiv gesehen werden müssen! Die Dokumentationen sind zum Teil kostenlos, zum Teil kostenpflichtig.

 

Meine Liste an Dokumentationen, die ich noch sehen möchte, ist übrigens noch sehr lang 😉 Das möchte ich in den nächsten Monaten angehen und dann gibt es vielleicht einen zweiten Teil dieses Beitrags!

 

 

1. The True Cost

 

Diese Dokumentation beschäftigt sich mit der Produktion von Textilien und von den üblichen Fast-Fashion-Läden. Aber es wird ein Blick hinter die Kulissen gewagt, der schockierender nicht sein könnte… „The True Cost“ hat bei mir mein komplettes Bild von der Textilindustrie verändert und gab für mich den Anstoß, in Zukunft ausschließlich auf fair produzierte Mode zurückzugreifen. Ich saß tatsächlich vor dem Fernseher und konnte meine Tränen nicht zurückhalten. Ein definitives Muss, gerade dann, wenn man gerne bei den bekannten großen Labeln einkauft. Habt ihr euch schon einmal gefragt: who made your clothes?

 

 

2. Plastic Planet

 

Plastic Planet gehörte ungefähr zur gleichen Kategorie: ich saß schockiert und fassungslos davor. Insbesondere die Tatsache, dass unsere kleine Tochter ja auch mit den ganzen Stoffen in Berührung kommt, machte mich unglaublich wütend… diese ganzen Chemikalien, die in kleinsten Bestandteilen von unseren Besitztümern stecken, sind selten gesundheitlich unbedenklich. Eigentlich ist mein Ziel – resultierend aus diesem Film – auf Plastik zu verzichten. Momentan stellt sich das als noch nicht so einfach dar (und ich glaube leider auch nicht, dass es grundsätzlich möglich ist, komplett auf Plastik zu verzichten!), aber bei jeder Neuanschaffung wird geprüft, ob es nicht eine plastikfreie Alternative zu kaufen gibt.

 

 

3. Cowspiracy

 

Wem unser Planet und unsere Umwelt am Herzen liegt, der sollte sich Cowspiracy dringend ansehen. Ein wahnsinnig gut gemachter Film, der nicht nur die Abgründe der Massentierhaltung aufzeigt, sondern auch ziemlich anschaulich darstellt, was für Folgen Nutztierhaltung für unsere Umwelt hat – und die sind absolut verheerend. Die Tatsache, dass es ein bekanntes Geheimnis ist, dass Nutztierhaltung unserer Umwelt am meisten schadet, und trotzdem nichts dagegen unternommen wird, ist mir persönlich so zuwider, dass ich mich daraufhin entschlossen habe, vegan zu leben.

 

 

4. 101 reasons to go vegan

 

…und dieser Vortrag hat mir dann den letztendlichen Tritt in den Hintern gegeben 😉 Sehr gut gemacht und dargestellt, von einem Mann, der kompetent und professionell wirkt! Auf diesen Vortrag wurde ich von einer Freundin aufmerksam gemacht, und auch mein Mann hatte nach diesem Vortrag das Bedürfnis, vegan zu leben. Ähnlich wie bei der Fast-Fashion stellten wir beide plötzlich fest, wieviel wir doch bisher verdrängt hatten und gar nicht wissen wollten. Das hat jetzt ein Ende und mit der pflanzlichen Kost geht es unserem Gewissen deutlich besser 😉

 

 

 

5. Das schmutzige Geschäft von Nestlé & Nestlé | Wir klauen das Wasser der 3.Welt

Der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt: Nestlé. Unheimlich viele Marken, die unter diesem Namen und vielen weiteren Marken verkauft werden und letztendlich in unseren Einkaufskörben landen. Ohne großartig darüber nachzudenken. Ich denke aber, noch viel mehr Menschen sollten diese Dokumentationen unbedingt gesehen haben, um zu verstehen, was da wirklich im Geheimen passiert: anderen Menschen wird ihr Trinkwasser weggenommen, nur damit wir angeblich „mineralstoffreiches“ abgepacktes Wasser trinken können. Und da da dort verseuchte Trinkwasser ein hohes Risiko birgt, krank zu werden, bleibt selbst den Einwohnern in den Anbaugebieten nichts anderes übrig, als das (für die dort lebenden Menschen) teure Wasser von Nestlé zu trinken. Das ist für mich nichts als blanker Hohn und das Traurige daran ist, dass es nur beim Wasser anfängt… diese Dokumentationen sind sogar kostenlos und ihr könnt sie bei Youtube zum Beispiel hier und hier ansehen. (Ich finde es übrigens unglaublich, dass Videos, in denen Menschen irgendwie tollpatschig sind, mehr Klicks haben als sowas…) Unbedingt anschauen!

 

Was noch auf meiner Liste steht sind die Filme Earthlings und Tomorrow. Habt ihr noch weitere Vorschläge zum Thema Nachhaltigkeit für mich?

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9 Comments

  • Reply Katrin 11. September 2016 at 22:33

    Ohhh, das sind gute Dokus! Kenne zwei davon schon!
    Wir müssen mehr darüber sprechen! Danke! x

    • Reply Annie 12. September 2016 at 08:57

      Sehr gerne, liebe Katrin! <3

  • Reply Sabine 15. September 2016 at 12:05

    Liebe Annie,
    danke für die Liste. Ich habe dieses Jahr „The True Cost“ gesehen und ebenfalls sofort die Reißleine gezogen. Ich konnte nicht mehr, als ich diese weinende Frau auf meinem Bildschirm sah, und fühlte mich so dreckig, dass ich ein Shirt anhatte, das sie oder eine ihrer Kolleginnen vielleicht genäht hatten. Gerade „Cowspiracy“ (oder auch „Earthlings“) will ich schon länger sehen, aber wenn ich so richtig ehrlich bin, habe ich es bisher nicht getan, weil ich genau weiß, dass ich dann auch harte Konsequenzen ziehen muss, die über „Ich esse seltener und besser Fleisch“ hinausgehen. So faul bin ich geworden und so drücke ich mich vor der Wahrheit. Du hast mich motiviert, es doch endlich anzupacken!
    xx
    Sabine

    • Reply Annie 17. September 2016 at 08:18

      Guten Morgen liebe Sabine! Das freut mich sehr, dass ich dir einen kleinen Schubs geben konnte 🙂 Ich hatte übrigens so ziemlich die gleiche Reihenfolge – erst „The True Cost“, dann „Cowspiracy“. Und ich kann vollkommen verstehen, was du meinst: nach letzterem habe ich beschlossen, mich vegan zu ernähren. Insofern hat das auch bei mir drastische Auswirkungen gehabt, über die ich allerdings wirklich mehr als glücklich bin 🙂 Lass mich wissen, wie dir die anderen Filme gefallen haben 🙂

      • Reply Sabine 21. September 2016 at 17:13

        Liebe Annie,
        ich habe inzwischen Cowspiracy und den Nestlé Film gesehen. Bisher bin ich beim Entschluss „Ich esse maximal ein Mal pro Woche Biofleisch und reduziere andere Tierprodukte drastisch“. Zum ersten Mal Fleisch seit dem Film kam es aber noch nicht; ich wollte irgendwie nicht, selbst, als wir in einem BBQ Restaurant waren. Parallel zu meiner Milch habe ich eine Mandelmilch geöffnet und befunden, dass die echt ein Ersatz für das Müsli morgens sein könnte (hatte im Vorfeld ein bisschen Angst, weil ich Sojamilch echt eklig finde!). Ich bewundere, dass du den Absprung mit einem Satz geschafft hast, ich glaube, ich bin beim Essen eher der vorsichtige Typ, den man nicht total überrumpeln darf. Ich war auch früher ein unfassbar wählerisches Kind und habe mir einige Gemüse- und Obstsorten erst in den letzten Jahren oder sogar Monaten angewöhnt 😀 „Was der Bauer nicht kennt…“ Aber ich gebe mir Mühe!
        xx

        • Reply Annie 26. September 2016 at 18:08

          Liebe Sabine, danke für dein Update! Ich denke, jeder muss da sein eigenes Tempo finden und auch die Konsequenzen ziehen, die sich für ihn nachvollziehbar und gut handeln und in den eigenen Alltag integrieren lassen. Wenn man – wie du – ein Typ ist, der den Prozess schrittweise geht, ist das doch ganz wunderbar. 🙂 Letztendlich veränderst du auch jetzt schon allein durch dein Wissen um die Umstände schon ganz viel und hast vielen, vielen Menschen schon einiges voraus, das ist unglaublich viel wert 🙂 Und ob du irgendwann vegan lebst oder nur „Teilzeit-Veganer“ bist, oder ab und zu Fisch ist… man mag da ein Label drauf packen, aber letztendlich hilft das, was du jetzt schon tust, schon so sehr, dass man da ja gar keine Bezeichnung braucht. Das Wichtigste ist ja, dass wir, die hier lesen, irgendwie ja alle anfangen umzudenken. Wie lange es dauert oder wie weit man da gehen mag, kann ja jeder für sich selbst austesten. 🙂 Ich freu mich jedenfalls noch mehr, dass du meinen Empfehlungen gefolgt bist. Ich bin übrigens auch ein ganz großer Fan deines Blogs, das muss ich an dieser Stelle auch einmal sagen! 🙂 Liebste Grüße an dich und hab noch einen schönen Abend!

  • Reply Share The Love: September Favoriten aus dem September - The Disaster Diary 30. September 2016 at 08:33

    […] 5 Dokumentationen zum Thema Nachhaltigkeit, die du gesehen haben solltest […]

  • Reply Elisabeth 8. Oktober 2016 at 11:10

    Liebe Annie,
    ich hab gerade deinen schönen Blog entdeckt! <3 Du wanderst sofort auf meine Leseliste.
    Danke für die tollen Doku-Tipps, die 101 reasons to go vegan und den Nestlé Film kenne ich noch gar nicht und werde ich mir demnächst anschauen! (Wie gut, dass Wochenende ist ^^)
    Ich habe vor Kurzem auch "The True Cost" gesehen, und beschlossen, es geht einfach nur noch fair Fashion, zu 100%.
    Plastic Planet hat mich auch tief bewegt, bezüglich Zero Waste stehe ich aber noch am Anfang und bemühe mich, Schritt für Schritt neue Wege zu gehen.
    Eine schöne vegane Doku ist auch "Live and Let Live" (gibt's auf Netflix) und "Carne Vale" (gibt's auf youtube).
    Ganz liebe Grüße aus Wien,
    Elisabeth

  • Reply milchersatz.com 15. November 2016 at 20:44

    Vielen Dank für deinen hilfreichen Artikel.

    Ich bin schon länger ein ruhiger Mitleser. Und jetzt musste mich
    mal zu Wort melden bzw. mich mal bedanken.

    Mache genauso weiter, freue mich bereits jetzt schon auf
    die nächsten Beiträge

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