Selbstfindung

Achtsamkeit.

27. Juli 2016

 

Achtsamkeit – was bedeutet das eigentlich?

 

Am Anfang mutet es sicher ein wenig egoistisch an: Kümmere dich um DICH, nicht um andere! Was? Auf keinen Fall! Was würden denn nur die Leute von mir denken, wenn ich mich nur auf mich selbst konzentriere und alle anderen links liegen lasse?! Das kann ich doch nicht machen – so egoistisch bin ich nicht.

Aber manchmal ist es gar nicht verkehrt, einen gesunden Egoismus zu besitzen. Wir reden hier nicht über Narzissmus oder ein so großes Selbstbewusstsein, dass es andere fast höhnisch übergeht – absolut nicht! Doch stellt man sich mal folgende Frage:

„Wenn du dich ständig nur um andere kümmerst, wer kümmert sich dann um dich?“

Denn es ist so bereichernd, sich regelmäßig mit sich selbst zu beschäftigen: man erfährt so einiges über die eigenen inneren Wünsche, die Blockaden oder die innere Einstellung – und das kann einem kein Außenstehender sagen! Das muss man ganz allein für sich selbst herausfinden.

Dieser Weg ist sicher nicht einfach. Sich Zeit für sich selbst zu schaffen, einfach nur um zu SEIN, sich darüber zu freuen, dass es die eigene Person gibt – klingt so niedergeschrieben sicherlich einfach, aber das ist es nicht.

Da sind die ganzen Gedanken, die einem durch den Kopf schießen: Was soll ich heute Abend kochen? Habe ich die Autotür abgeschlossen? Ich muss noch einen Geschenk besorgen… Meine Haare sehen heute wieder schlimm aus.

Was aber wäre, wenn man das üben könnte? Sich Zeit zu nehmen für das Selbst, für die Pflege unserer Gedanken und unserer Wünsche?

Ich glaube fest daran, dass es geht, achtsam sich selbst gegenüber zu sein. Aber dafür muss man erst einmal beginnen.

 

achtsamkeit1

 

Nimm dir doch morgens zehn Minuten, bevor du deine übliche Routine abspielst: setz dich mit einem Kaffee oder Tee kurz aufs Sofa und lass deine Gedanken runterkommen.

Oder abends vor dem Schlafengehen. Regelmäßig die Gedanken ausschalten und sich überlegen, wofür man dankbar ist.

Ich gebe zu, ich stehe in dieser Beziehung auch erst ganz am Anfang! Mein Weg zu einem bewussten Umgang mit mir und meinem Selbstwertgefühl ist noch weit und hat gerade erst begonnen. Ich habe für mich aber die Erfahrung gemacht, dass gerade morgens mein Kopf frei ist von allen Dingen und ich mich so am besten auf den Tag einstimmen kann. Bevor der „alltägliche Wahnsinn“ losgeht.

Ich kann mir überlegen, worauf ich an diesem Tag Wert legen möchte, worauf ich mich freue und wie ich meinen Tag vielleicht sogar noch schöner und bewusster gestalten kann.

Insbesondere mit einem Kleinkind zuhause ist dieser (wenn auch kurze) Moment der Ruhe für mich ganz wichtig und dafür stehe ich auch gerne früher auf. 😉 Schließlich ist es letztendlich eine Investition in mich selbst und das kann ja nie verkehrt sein.

Auf sich Acht zu geben, das „Selbst“ zu pflegen empfinde ich deswegen nicht als eines dieser Dinge, die in Zeitschriften propagiert werden: „Täglich nur zwei Minuten und dann…“ „Wenn du jeden Nachmittag mal kurz…“

Dieser Moment dient nicht dem Erreichen eines flachen Bauches oder einer schönen Haut – aber er zielt auf etwas viel Wichtigeres ab: nämlich die Seele. Und die ist ganz besonders kostbar und verdient es, gepflegt zu werden.

 

 

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2 Comments

  • Reply Katrin testet für Euch 27. Juli 2016 at 21:32

    Hallo Anni,

    ich kann Deine Worte gut nachvollziehen, wie oft habe ich für andere gemacht und meins zurückgesteckt, aber das ist nicht gut und das merke ich immer wieder. Die Zeit für mich nehme ich mir jetzt und mein ICH pflege ich – gut geschrieben !

    LG Katrin

    • Reply Annie 27. Juli 2016 at 22:47

      Hallo liebe Katrin! 🙂
      Das freut mich sehr! Und vielen Dank für deinen lieben Kommentar!
      Hab noch einen schönen, entspannten Abend! 🙂

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