Persönliches

Ein neues Kapitel

7. Oktober 2015

Es scheint so, als ob es einen Trend in die Richtung gibt. Zumindest existiert die Sieben-Jahre-Theorie, die das ebenso bestätigt: alle paar Jahre wird das Leben auf den Prüfstand gestellt,  man lässt die letzten Jahre Revue passieren und fragt sich plötzlich:

Wo will ich im Leben eigentlich mal hin?

Eine gute Frage, wie ich finde. Und eine sehr wichtige. Denn nur mit einem Ziel vor Augen, das möglichst klar definiert ist, kann man konkret aktiv werden und eiert nicht nur rum. Man kann darauf hin arbeiten, die Motivation steigt und der Ehrgeiz sowieso. Und wie groß dann erst der Stolz ist, wenn man etwas geschafft hat, was man sich vorgenommen ist! Ein super Gefühl.

Aber jeder von uns hat sicherlich auch schon mal die ein oder andere Durststrecke hinter sich gebracht. So ging es auch mir in den letzten Jahren, bevor unsere Maus auf die Welt kam. Ich war insbesondere beruflich so unschlüssig, was ich mit mir anfangen sollte, dass ich nicht wirklich voran gekommen bin. Privat ebenso. Ich kann vieles ganz gut, aber ich bin nicht so richtig super in einer Sache. Das macht es schwierig, den richtigen Lebensentwurf für mich zu finden. Aber ich denke, ich habe ihn jetzt, nach langer Suche, doch gefunden. Zumindest  beruflich. Privat ist das Leben als Familie und zu dritt eine der schönsten,  wenn nicht sogar die schönste Erfahrung und flasht mich jeden Tag aufs Neue 🙂

Ich habe in den letzten Monaten viel zum Thema Selbstfindung  gelesen und mir Gedanken gemacht.  Besonders das folgende Buch hat mir geholfen: „Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will“ mich zu ordnen und eine Antwort auf die Frage zu finden, wo ich eigentlich hin will.

Im Übrigen glaube ich auch, dass es vielen in meinem Alter (Mitte 20) so geht. Gewissermaßen eine Art vorgezogene Midlife-Crisis. Nur ist das nichts Schlimmes. Lieber setze ich mich mit so wichtigen Fragen zehn Jahre früher auseinander, als dann feststellen zu müssen, dass ich zu alt und ängstlich bin, um was zu wagen.

 

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Also wage ich es jetzt. Seit einer guten Woche habe ich mein Fernstudium begonnen, ganz so, wie ich es mir in der Elternzeit vorgenommen hatte. Ich bin schon aufgeregt, aber trotzdem irgendwie entspannt.  Schließlich weiß ich ja, wofür ich es mache. Ich will meiner Tochter ein gutes Vorbild sein, mir beweisen, dass ich das durchziehen kann, und auf einen Job hinarbeiten, bei dem ich morgens gerne zur Arbeit gehe und vielleicht sogar irgendwann mein eigener Chef sein kann. Und mit diesem Ziel im Hinterkopf ist die Motivation riesig und ich freue mich auf die kommenden Jahre und den geistigen Input.

Das Fernstudium mache ich übrigens in Teilzeit, noch arbeite ich dann, wenn das Mäuschen Mittagsschlaf macht,  ab März dann, wenn sie vormittags in die Krippe geht. Und in ein paar Jahren bin ich dann hoffentlich Wirtschaftspsychologin 🙂

Darüber will ich euch gerne zukünftig auf dem Laufenden halten! Mit Kind zu studieren ist ja nochmal eine ganz besondere Herausforderung und meine Erfahrungen möchte ich mit euch teilen.

Auf dem Blog gibt’s in nächster Zeit auch ein paar Neuerungen, es bleibt also spannend 🙂 An dieser Stelle sei auch noch mal gesagt, dass ich unglaublich tolle Rückmeldungen auf den letzten Post bekommen habe. Ich bin ganz überwältigt und freue mich schon, Mamileben in Zukunft noch weiter zu entwickeln 🙂

Alles Liebe,

Anni

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1 Comment

  • Reply Zehn Dinge, die ich als Mami gelernt habe | MAMILEBEN 12. November 2015 at 08:02

    […] nur, dass ich mein Fernstudium begonnen habe und auch nach wie vor sehr ehrgeizig durchziehe: ich bin allgemein viel bestrebter, Träume oder […]

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